Allergien · Was dahinterstecken kann
Plötzlich Allergien, mit vierzig?
Jahrzehntelang konnten Sie alles essen und waren im Frühling draußen, ohne es zu merken. Jetzt läuft die Nase ab März, die Haut reagiert auf eine Creme, die Sie seit Jahren benutzen, und nach einem Glas Rotwein kommen Kopfschmerz und ein roter Hals.
Allergien entstehen in jedem Lebensalter neu
Dass Sie bisher keine hatten, spricht nicht dagegen. Was sich ändert, ist selten der Pollen und meistens das Immunsystem, und ein großer Teil davon sitzt an der Darmschleimhaut.

Woran Sie es merken
- Dauerhaft verstopfte oder laufende Nase ohne Erkältung
- Juckende, gerötete Haut an Stellen, die früher nie Probleme machten
- Quaddeln, die kommen und nach Stunden wieder verschwinden
- Kopfschmerz, Flush oder Herzrasen nach Rotwein, Käse oder Tomaten
- Jucken im Mund beim Essen von rohem Obst oder Nüssen
- Beschwerden, die im Frühjahr beginnen und im Sommer wieder gehen
Was Sie bisher gehört haben
Vier Antworten, die den Verlauf nicht ändern.
„Da müssen Sie jetzt durch“
Eine Allergie, die man laufen lässt, bleibt selten, wo sie ist. Aus einem Heuschnupfen kann über Jahre eine Beteiligung der Bronchien werden.
„Nehmen Sie ein Antihistaminikum“
Das hilft gegen die Beschwerden und ändert nichts daran, worauf Ihr Immunsystem reagiert.
„Ihr Allergietest war negativ“
Ein negativer Test schließt eine Unverträglichkeit nicht aus. Allergie und Unverträglichkeit sind verschiedene Mechanismen und werden verschieden untersucht.
„Das ist psychisch“
Reaktionen auf Rotwein, gereiften Käse und Tomaten folgen einem Muster, das sich eingrenzen lässt, sobald man es systematisch aufschreibt.
Das Immunsystem reagiert nicht grundlos. Es reagiert auf etwas, das noch niemand gesucht hat.
Was ich mir anschaue
01
Die allergologische Abklärung zuerst
Hauttest und spezifisches IgE gehören an den Anfang. Wo das nötig ist, arbeite ich mit Allergologen zusammen, statt diesen Schritt zu überspringen.
02
Kreuzreaktionen
Wer auf Birke reagiert, verträgt oft rohen Apfel, Nuss oder Steinobst schlecht. Das erklärt vieles, was wie eine neue Unverträglichkeit aussieht.
03
Darm, Schleimhaut und Immunsystem
Mikrobiom, Schleimhautmarker, Vitamin D und der Omega-3-Status gehören dazu, weil das Immunsystem zu einem großen Teil an der Darmschleimhaut sitzt.
04
Ein Auslassversuch mit Plan
Histamin und andere Auslöser lassen sich nur über ein geplantes Weglassen und ein ebenso geplantes Wiedereinführen eingrenzen. Ohne den zweiten Teil wird aus jedem Verdacht ein Dauerverzicht.
Ziel ist, dass Ihr Speiseplan wieder länger wird und nicht kürzer. Dauerverzicht ohne Befund ist keine Therapie.
Wann Sie sofort den Notruf wählen
- Atemnot, pfeifende Atmung oder Engegefühl im Hals
- Schwellung von Lippen, Zunge oder Rachen
- Schwindel, Blässe oder Kreislaufkollaps nach Essen, Medikament oder Insektenstich
Das sind Zeichen einer schweren allergischen Reaktion. Rufen Sie die 112. Wer so etwas schon einmal hatte, braucht ein Notfallset und eine allergologische Anbindung.
Mehr zum Hintergrund
Autoimmunerkrankungen →Warum Schleimhaut, Mikrobiom und Trigger oft zur selben Geschichte gehören.
Das kommt selten allein
Wird Ihr Speiseplan jedes Jahr kürzer?
Dann sollten wir herausfinden, worauf Ihr Immunsystem wirklich reagiert. Die Praxis liegt in Schönebeck an der Elbe, rund zwanzig Minuten von Magdeburg.
Praxis für funktionelle Medizin Antje Riek, am Schillergarten 11, 39218 Schönebeck
Telefon 03928 7272530 oder mobil 0176 45893520
Die beschriebenen Verläufe sind typisierte Beispiele und beschreiben keinen konkreten Einzelfall. Diese Seite ersetzt keine ärztliche Untersuchung und stellt kein Heilversprechen dar.
